Sex mit einer guten Freundin
»Komm doch rüber, und lass dich in den Arm nehmen.« sagtest du am Telefon und
wartetest auf eine Bestätigung von mir.
»Ist ok. Wenn ich dich nicht störe...«
»Nein, ich hab Zeit für dich. Komm einfach.«
»Gut, bis gleich.«
Ich legte den Hörer in die Gabel noch ohne abzuwarten, ob von der Gegenseite
noch etwas kam. Ich sprang in meine Klamotten, die sich wie eine wilde Bande auf
meinem Fußboden verteilten, suchte mal wieder meinen Hausschlüssel, schlüpfte in
meine Schuhe und verließ das Haus.
Als ich unten angekommen war, stellte ich mit Erschrecken fest, ich hatte
vergessen abzuschließen und außerdem war es zu warm, um in einer Jacke durch die
Straßen zu laufen. Also schlug ich den Weg nach oben noch einmal ein.
Ich verstaute die Jacke irgendwie in meiner kleinen Wohnung, traf wohl eine
Katze, die sich laut schimpfend bemerkbar machte, schloss ab und ging wieder
nach unten.
Ich hatte eine kleine 2-Zimmerwohnung, in der ständiges Chaos herrschte. Nun ja,
wenn man mehr in eine Wohnung reinzuschaufeln versucht, als gesitteter Platz
ist, ist das unvermeidlich. Ich war im Moment froh, diesem Chaos zu entrinnen
und zu dir zu gehen. Ich wohnte ja auch noch nicht so lange in der Gegend. Mir
steckte noch so viel in den Knochen, dass ich kaum mal klar denken konnte. Ich
hatte gerade mal wieder keinen Bock auf Beziehungsstress.
Ich schlug also den Weg zu dir ein. Als ich losging, überlegte ich noch, ob ich
nicht lieber mit dem Auto fahren sollte, aber ich entschied mich, die halbe
Stunde zu Fuß zu gehen, wenn ich nicht unterwegs irgendwo auf einen Bus treffe,
der mich einige Haltestellen mitnimmt. Aber das ist am Wochenende nicht so
einfach, gerade nicht um die Uhrzeit.
Ich schritt los, damit ich überhaupt mal bei dir ankommen würde, bevor du ins
Bett möchtest. Ich wollte ja etwas loswerden, meine Gedanken. Ja... das wollte
ich sicherlich.
Die Luft war irgendwie anders als sonst, es lag etwas in der Luft. Irgend etwas
schweres. Was war es nur? Ein Duft, nein... ein Gefühl, schon eher... aber nicht
wirklich. Ich war unsicher und folgte dem Weg zu deiner Wohnung.
Du hattest dir eine nette kleine Wohnung eingerichtet. Ein bisschen verspielt,
aber schick und modern. Du hast halt ein Händchen dafür. Ich blieb einen Moment
vor der Haustür stehen und suchte die Klingel. Das passiert immer, wenn ich dich
besuche. Ich weiß nicht wieso, aber deine Klingel finde ich nie auf Anhieb.
Während ich noch meine Augen über die Klingelschilder gleiten ließ, hörte ich
schon den Türsummer. Du hattest mich wohl kommen sehen und mir die Sucherei
offensichtlich erspart. Ich lief schnellen Schrittes die drei Etagen zu dir
rauf, und stand nun vor dir.
»Komm rein. Schlag keine Wurzeln vor der Tür, sonst muss ich noch einen Gärtner
rufen.«
Ich kann mich nicht daran erinnern auf irgendeine Art und Weise getrödelt zu
haben, doch es muss so gewesen sein. Einen Moment lang war ich sprachlos. Ich
folgte dir. Als ich dich so ansah, wurde mir richtig warm ums Herz. Ich fühlte
mich geborgen und so richtig 'sauwohl'.
»Was ist mit dir los?« fragtest du, noch bevor ich die Wohnungstür zu hatte. »Du
siehst nicht gut aus. Hast du schlecht geschlafen?« sagtest du.
»Nun...« Ich stockte. »Wie soll ich sagen... ich glaub ich setze mich lieber
erst mal hin.«
»Klar. Kann ich dir einen Wein anbieten?«
»Bitte ja, aber nicht zu trocken.« erwiderte ich.
Ich schaute mich um. Du hattest mal wieder die Möbel umgestellt und ich fand
mich erst gar nicht zurecht. Der kleine Schrank, die Kommode und der
Kerzenleuchter standen ganz anders. Du hattest den Tisch ans Fenster gerückt und
die Kommode mit dem Sofa und dem kleinen Sofatisch zur Tür gestellt. Gefiel mir
gut. Aber immer dieses Umstellen macht einen auch wahnsinnig, glaub ich. Nun ja,
dafür hatte ich noch mein Chaos, das noch gelichtet werden musste, um mal wieder
etwas Ruhe in mein Leben zu bringen.
Du kamst mit einem Glas Wein aus der Küche und setztest dich zu mir auf das
Sofa. Du legtest deinen Arm um mich und stelltest das Glas ab. Ich nahm das Glas
und starrte in den Wein, der wie ein ruhiger See vor mir im Glas war. Keine
Unreinheit war zu sehen, nur eine leichte Bewegung, wie von einer leichten
Brise. Was war nur los? Normalerweise sprudelte ich doch nur so los, dass du
mich nicht mehr stoppen konntest. Was lag heute in der Luft? Was schnürte mir
den Hals zu?
»Nun sag, was los ist.« hörte ich dich auf einmal, wie durch eine Wand, weit
weg, aber dabei sagtest du es ganz nah bei mir.
»Ich habe keine Ahnung.« sagte ich. »Irgendetwas ist, aber ich weiß nicht was.
Ich habe noch nicht meine Gedanken sortiert, ich weiß nur, dass mir etwas fehlt.
Sonst ist bei mir alles leer.«
Du schautest beunruhigt und machtest die Kerze, die mitten auf dem Tisch stand,
an, standest auf und schaltetest das Licht aus. In diesem Moment standest du da,
fast wie ein Engel, in einem dünnen seidenen Morgenmantel, deine Haare offen und
die Kerze spiegelte sich in deinen Augen. Ich schaute dich an und konnte gar
nicht mehr wegsehen.
Du kamst auf mich zu, setztest dich zu mir, nahmst mich in den Arm und hieltst
mich einfach fest. Ich spürte deine Nähe und Wärme und wusste auf einmal was mir
die ganze Zeit gefehlt hat. Ja, ich denke, du hast mir gefehlt. Deine
Berührungen, dein Atem, wenn er über meine Haut gleitet, der Duft deiner Haare,
einfach du.
Ich weiß, dass wir gute Freunde sind, aber bisher nicht mehr. Wie sage ich dir,
dass mich dein Körper anzieht und ich dich gerne spüren will? Wie bringe ich dir
schonend bei, was mit mir los ist? Wir sind doch Freunde. Eben, genau das ist
das Problem! Wir sind Freunde. Was passiert, wenn du meine Gefühle nicht
erwiderst, sondern meine Freundin bist? Was passiert, wenn wir mehr wollen, es
tun und uns nie wieder wie Freunde unterhalten können? So viele Fragen, die ich
dich nicht fragen kann. So viele Gründe dich zu fragen oder nicht zu fragen.
Ich löse mich aus deiner Umarmung und beginne zu sprechen. »Ich denke... ich
glaube... sch...« Du schautest mich fragend an. »Du hör mal...«
»Ja, was sollte ich denn sonst tun? Was ist los mit dir, du siehst so verstört
aus. Als hättest du einen Geist gesehen. Bin ich nicht deine Freundin, der du
alles anvertrauen kannst?«
»Ja... das ist es ja, ich weiß nicht, ob ich mit meinem Problem bei der
richtigen Person bin.«
»Ach, daher weht der Wind. Ich bin schuld. Was hab ich denn verbrochen? Was hab
ich so schlimmes getan, dass du es mir nicht sagen kannst? Hab ich dich verletzt
oder im Stich gelassen? Los sag, oder...« Du sprangst auf und standest in deinem
dünnen durchschimmernden Gewand vor mir.
»Ich glaube... ich möchte... ich denke...«
»Jetzt red schon, ich hab nicht die ganze Nacht Zeit.«
»Ja ich... Du... also gut, dann einfach reden. Gar nicht drauf achten, was ich
sage. Es ist nämlich so, dass du mir nie etwas getan hast und mich nie im Stich
gelassen hast, sondern ich deinen Körper so toll finde, dass ich ihn streicheln
und liebkosen und mit dir schlafen möchte, ich aber nicht weiß, ob das gut ist,
da wir so gute Freunde sind.«
Deine Bewegungen erstarrten ganz plötzlich. Du standest da wie von einem Blitz
getroffen. Ich konnte in deinen Augen, die mich vor Sekundenbruchteilen sehr
vernichtend ansahen und mich augenblicklich getötet hätten, wäre dies möglich,
die Verwirrung, die dieser Satz in dir auslöste, sehen.
Du sahst mich an und setztest dich neben mich aufs Sofa. Wir waren beide einige
Zeit still, wir schauten uns nur an. Dein Blick löste sich langsam wieder aus
seiner Starre. Du schautest mich einfach nur an.
»Bist du dir im klaren, was du da gesagt hast?« fragtest du mich, doch noch sehr
verwundert.
»Ja, das weiß ich. Ich weiß es aber auch erst seit circa fünf Minuten. Mir war
den ganzen Tag so komisch. Als ich die Treppen zu deiner Wohnung hochkam, schon
als ich zu dir lief. Als ich durch deine Wohnungstür kam, war es auch anders als
sonst, aber nicht du warst anders, sondern ich, das habe ich jetzt begriffen.
Ich wusste nicht, was es war. Und ich weiß nicht, wie wir uns verhalten sollen.
Mein Kopf ist leer. Wie denkst du überhaupt darüber?«
Ich war aufgestanden und lief in der Wohnung umher. Jetzt drehte ich mich um und
sah in deine braunen ruhigen Augen. Sie funkelten wieder. Ein Funkeln wie von
einem Diamanten.
Du standest auf und nahmst mich in den Arm. Ich spürte deinen Atem auf meiner
Haut und fühlte, dass du mir etwas ins Ohr flüstertest.
»Ich will dich schon lange, aber ich will nur deinen Körper, den Rest nur als
Freund.«
»Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann.« sagte ich und merkte, dass es fast
wie eine Ausrede klang.
Ich wusste zwar nicht, ob es machbar war, aber ich bin ein Mann und genieße
erst, bevor ich mir darüber Gedanken mache.
Ich fühlte in dem Moment, wie deine Lippen sich mit meinem Ohrläppchen
beschäftigten und deine Zunge mein Ohr streichelte. Deine Hände strichen mir
durch die Haare und ich fühlte deine Brüste und deinen Schoß, die sich an meinen
Körper pressten. Deine Hände wanderten über meinen Körper und erforschten jeden
Zentimeter. Du öffnetest die Knöpfe meines Hemdes und streiftest es sanft an
meinen Armen hinunter. Meinen Körper küssend und mit der Zunge liebkosend,
tastetest du dich zu meinem Gürtel, den du sanft mit deinen Zähnen öffnetest,
während du vor mir knietest. Du öffnetest die Knöpfe meiner Hose und streiftest
sie ab. Ich stand nun fast nackt vor dir.
Deine Liebkosungen wurden fordernder, deine Hände massieren meinen Po und du
bissest mir sanft in die Unterhose. Ich strich dir durch dein Haar und
beobachtete das wie von weit weg.
»Ich bin dir verfallen. Mach mit mir, was du willst.« hörte ich mich sagen.
Du streiftest meine Unterhose von meinen Lenden und nahmst meinen steifen Penis
in deine Hände. Du küsstest und liebkostest ihn. Du benetztest seine Spitze mit
deinen Lippen und deiner Zunge, bevor du ihn in den Mund nahmst und mit deiner
Zunge sanft meine Eichel umspieltest und saugtest. Deine Hände
glitten über meinen Körper, der wie ein erregtes Gewühl von Nerven und
Empfindungen, kaum in der Lage aufrecht stehen zu bleiben, dastand, massiertest
meinen Po und Rücken, fuhrst mit deinen Händen über meine Brustwarzen.
Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Mein ganzer Körper fing an zu
zittern, du warst immer schneller mit deinen Bewegungen und ich spürte, wie in
mir ein Orgasmus aufstieg, wie ich ihn noch nicht erlebt hatte. Ich konnte
richtig spüren, wie er kam und konnte mich nicht dagegen wehren.
»Es ist so weit...«
Ich spürte diesen Orgasmus und dich, die alles aus mir heraussaugte. Mein ganzer
Körper zitterte und meine Muskeln fingen an zu schmerzen. Es war wunderbar, ich
sah vor meinen Augen tanzende Lichtpunkte, die sich auf und ab und hin und her
bewegten. Ich spürte, wie meine Knie nachgaben und du mich durch den Raum
schobst. Irgendwie schaffte ich es auch noch, meine Füße zu bewegen. Du legtest
mich in dein Bett und legtest dich zu mir. Deinen Morgenmantel hattest du
abgelegt und ich schaute dich an.
»Bist du glücklich?« fragtest du mich.
»Was für eine Frage! Wie um alles in der Welt sollte ich es schaffen, nach
diesem Orgasmus nicht glücklich zu sein? Sehe ich etwa unglücklich aus?«
»Nein, ich dachte mir, ich frage einfach.«
»Sag mal, was ist denn in dich gefahren, mich einfach so zu vernaschen?«
»Noch keiner. Aber ich hoffe, du bald.«
Ich nahm dich in den Arm und hielt dich einfach fest. Ich spürte deine Haut und
deinen Körper. Ich streichelte deinen Rücken, deine Schultern, deinen Nacken und
deinen Po. Ich drehte dich auf den Rücken und mich selbst zu dir um.
Meine Hände ertasteten deinen Körper. Mit sanften Bewegungen fuhren sie an
deinen Brüsten entlang, entlang der Brustwarzen über deinen Bauch, deine
Schenkel hinunter zu deinen Füßen. Meine Lippen und meine Zunge untersuchten
jede Stelle deines Körpers. Ich knetete sanft deine Brüste und umspielte deine
Brustwarzen mit meiner Zunge. Ich streichelte dein Gesicht und durch deine
Haare, während sich meine Lippen über deinen Bauch einen Weg bahnten zu deinem
Bauchnabel. Meine Zunge spielte mit deinem Bauchnabel. Ich kostete jeden
Millimeter deiner sanften Haut, von der ich nicht genug bekommen konnte. Ich
spürte deine Erregung aufsteigen, deine Brustwarzen wurden hart und dein Körper
fing leicht an zu beben.
Du bewegtest deine Beine wie ein ungeduldiges Kind und riebst deine Schenkel
aneinander. Meine Hand tastete sich an deinen Schenkeln entlang. Ich streichelte
deine Schenkelinnenseiten und bewegte mich langsam höher. Deine Erregung wurde
mit jedem Zentimeter größer.
Mein Mund bewegte sich von deinem Bauchnabel abwärts. Deine Schenkel bewegten
sich langsam ein wenig auseinander und gaben mir den Weg frei. Ich fühlte deine
warmen feuchten Schamlippen und tastete mich zu deinem Kitzler vor, der sich mir
schon entgegenstreckte. Mit einem Finger fuhr ich zwischen deinen Schamlippen
hindurch und liebkoste dich zwischen deinen geöffneten Schenkeln.
Mit meinen Lippen und meiner Zunge naschte ich an deinem Kitzler. Durch leichtes
Saugen entlockte ich dir immer wieder ein leises Stöhnen. Mein Finger war in
dich eingedrungen. Ich bewegte ihn leicht hin und her und spürte deine Erregung
immer stärker werden. Ich war selbst sehr erregt und kniete mich zwischen deine
Beine. Ich hörte nicht mit meinen Liebkosungen auf.
Du strecktest mir dein Becken in höchster Erregung entgegen und schienst fast
erstickt zu schreien: »Los, nimm mich endlich...«
Mein Finger wanderte zu deinem Kitzler und ich drang langsam in dich ein. Du
strecktest dich mir entgegen und wir bewegten unsere Lenden im Takt unserer
Gefühle, immer schneller werdend. Ich hörte dein Stöhnen und deine leisen
Schreie. Unsere Körper schwitzten und zitterten vor Erregung. Wir waren wie
verwandelt, wie im Rausch.
Ich presste deine Schenkel langsam immer näher an deinen Körper und hob meinen
Körper immer mehr an. Jetzt konnte ich dich noch besser spüren. Ich konnte jetzt
unseren Orgasmus fühlen. Deine Schamlippen zuckten und du bäumtest dich auf. Ich
fühlte, wie deine Fingernägel sich in meinen Rücken bohrten. Dein Stöhnen klang
erstickt, deine Augen waren weit aufgerissen.
Nur sanft bewegte ich mich auf und ab, um diesen Moment für dich noch etwas zu
erhalten. Deine Spannung löste sich, deine Fingernägel waren aus meinem Rücken
verschwunden und du legtest dich entspannt zurück. Auch deine Schenkel verloren
die noch eben dagewesene Spannung.
Ich legte deine Beine wieder neben mich und ließ mich auf dich sinken. Deine
warme Haut war leicht verschwitzt, dein Atem war schnell und schwer. Du nahmst
mich in den Arm und drücktest mich fest an dich. Dein Herz schlug schnell. Ich
legte mich neben dich und du legtest dich in meinen Arm und legtest einen Arm
über mich.
»Ich habe das erste Mal mit einer guten Freundin Sex gehabt.«
»Ja, es war sehr schön.«
»Was wird jetzt passieren?« Du schaust mich fragend an.
»Was wohl, wir werden jetzt duschen und dann ins Bett gehen.«
»Und danach wieder duschen?«
»Wie? Ach du... komm jetzt.« |